Girls'Day 2025: Mein erster Promptathon – KI erleben und gestalten
Girls'Day 2025: Mein erster Promptathon – KI erleben und gestalten
Im Rahmen des diesjährigen Girls'Day bei der Deutschen Telekom hatte ich die Möglichkeit, meinen ersten eigenen Workshop anzubieten: einen interaktiven Live Promptathon, der sich ganz um das Thema Künstliche Intelligenz drehte. Als duale Studentin der Wirtschaftsinformatik war es für mich eine besondere Erfahrung, nicht nur fachlich in die Rolle der Vermittlerin zu schlüpfen, sondern die Mädchen auch ganz praktisch für digitale Zukunftstechnologien zu begeistern.
Die Girls hatten sich im Vorfeld über das Radar gezielt für meinen Workshop entschieden – ein tolles Gefühl, zu wissen, dass sie sich bewusst auf das Thema KI einlassen wollten. Insgesamt nahmen neun Schülerinnen im Alter von 13 bis 16 Jahren teil.
Der Workshop dauerte 120 Minuten und gliederte sich in drei zentrale Phasen:
Nach einer ungezwungenen Kennenlernrunde, die für mich besonders wichtig war, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen, gab ich eine kurze Einführung in generative KI. Wir sprachen über neuronale Netze, über Chancen und Herausforderungen von KI und vor allem darüber, wie wir diese Technologie sinnvoll und verantwortungsvoll nutzen können.
Dann wurde es kreativ: In mehreren Prompting-Challenges erprobten die Teilnehmerinnen, wie man mit klug formulierten Eingaben beeindruckende Ergebnisse mit KI erzielen kann – vom KI-generierten Bewerbungsanschreiben bis hin zu Zukunftsszenarien im Jahr 2100.
Zum Abschluss reflektierten wir unsere Arbeit mit KI und die erhaltenen Ergebnisse kritisch. Indem die Girls selbst mit dem Trolley-Prinzip konfrontiert wurden, konnten sie die ethischen Problemstellungen, welche sich in der KI-Entwicklung ergeben besser nachvollziehen.
Was ich gelernt habe und weitergeben möchte
Rückblickend gab es einige Aspekte, die meinen Promptathon besonders wirkungsvoll gemacht haben und die ich als Best Practices gerne mit anderen teile:
- Zeit für Kennenlernen einplanen: Gerade wenn die Teilnehmenden sich nicht kennen, helfen spielerische Einstiege enorm, um Hemmungen abzubauen.
- Jede bekommt ihren eigenen KI-Account: So können alle direkt selbst ausprobieren und individuelle Erfahrungen sammeln.
- Hands-on first: Theorie ist wichtig, aber das Erleben und kreative Ausprobieren machen den Unterschied.
- Reflexion nicht vergessen: Die Ergebnisse wurden am Ende gemeinsam diskutiert – das hat nicht nur den Lernerfolg gefördert, sondern auch das Selbstvertrauen gestärkt.
- Spaß in den Mittelpunkt stellen: Technik soll faszinieren, nicht einschüchtern.
Organisiert wurde der Workshop gemeinsam mit der Digital@School Community, die sich dafür einsetzt, Kinder und Jugendliche durch ehrenamtliches Engagement an Schulen fit für die Digitalisierung zu machen. Die Community hat nicht nur bei der Planung und Durchführung unterstützt, sondern bietet auch langfristig eine Plattform für Austausch, Ideen und Engagement.
Für mich war der Girls'Day ein voller Erfolg – nicht nur, weil die Mädchen mit viel Neugier und Kreativität dabei waren, sondern auch, weil ich selbst unglaublich viel gelernt habe. Der Tag hat mir gezeigt, wie viel Potenzial in jungen Talenten steckt – und wie wichtig es ist, ihnen frühzeitig Räume zum Entdecken und Ausprobieren zu geben.