Wir waren Gastgeber der European Girls‘ Olympiad in Informatics 2025 (EGOI)
„Wir wollen programmieren, um Probleme zu lösen“
Bonn, 15.–19. Juli | Hören wir „Olympiade“, denken wir meist zuerst an Sport: Leichtathletik, Fußball, Wintersport. Allerdings geht Olympiade auch anders: nämlich in Informatik. Doch wer und was steckt hinter so einem Wettbewerb? Das ist die „European Girls‘ Olympiad in Informatics“ - kurz „EGOI“ - die 2021 gegründet wurde, um weibliche sowie non-binäre Talente aus der ganzen Welt zu fördern. Die EGOI findet einmal im Jahr in Europa statt. 2025 wurde sie vom 15. bis 19. Juli in Bonn ausgetragen, organisiert von den Bundesweiten Informatikwettbewerben (BWINF).
Da lag es nahe, dass die Telekom der perfekte Gastgeber für diesen weltweiten Wettbewerb ist. Unter der Schirmherrschaft von Janine Rensmann (CHRO Technology & Innovation Deutsche Telekom AG) und Abdu Mudesir (CTO Deutsche Telekom AG) machte es sich die Mitarbeitendeninitiative DIGITAL@School zur Aufgabe, die vier Tage zu einem spannenden, vielfältigen und verbindenden Erlebnis für alle zu gestalten.
Und dann waren die Girls da – Tag #1
Australien, Japan, Brasilien, Schweden … Mädchen, junge Frauen und non-binäre Personen aus der ganzen Welt füllten das Forum am Landgrabenweg. Zwischen 13 und 20 Jahre alt, mit Maskottchen unter dem Arm, aufgeregt, konzentriert.
Am ersten Tag stand eine Testaufgabe an, um sich mit der Technik vertraut zu machen – und um sicherzugehen, dass alles reibungslos funktioniert. Das tat es. Anschließend fuhren die Teilnehmenden zu Jane Street, ebenfalls Partner der EGOI. Dort fand, eingebettet in eine feierliche Willkommenszeremonie, eine Paneldiskussion statt, an der auch Janine Rensmann teilnahm. Ihr Fazit:
„Es war mir eine große Ehre, Teil der Paneldiskussion zum Thema Diversity und Women in Tech zu sein. Die EGOI bringt die besten jungen weiblichen Informatik-Talente der Welt zusammen – Mädchen, die mit Leidenschaft, Neugier und beeindruckender Kompetenz zeigen, was in ihnen steckt. In einem Raum voller so vieler brillanter junger Frauen zu stehen, war überwältigend. Ihre Herkunft, ihre Fragen, ihre Interaktion im Panel und auch ihre Anreise – oft aus weit entfernten Ländern – haben mich tief beeindruckt. Es war inspirierend zu sehen, wie international und vielfältig diese nächste Generation von Tech-Talenten ist.“
Es wurde ernst – Tag #2
Kurz nach der Ankunft nahmen die Teilnehmenden ihre Plätze für den ersten Contest-Tag ein. Handys mussten abgegeben werden, selbst Gummibärchentüten, Wasserflaschen und Kaugummipäckchen wurden kontrolliert – nichts durfte den Wettbewerb verfälschen.
Fünf Stunden blieben die Türen geschlossen. Absolute Ruhe, volle Konzentration: Vier algorithmische Aufgaben auf Hochschulniveau mussten durch das Schreiben von Programmen gelöst werden. Bewertet wurde nach Effizienz und Korrektheit.
Um 14 Uhr war der erste Wettkampftag vorbei. Die Türen öffneten sich, die Anspannung wich. Viele lachten, tauschten sich aus, sprachen über die Aufgaben, lagen sich in den Armen. Es flossen auch Tränen – aber niemand weinte allein. Es wurde getröstet, von Teammitgliedern ebenso wie von Mitstreitenden. Das zu sehen, war berührend.
Telekom Day – Erholung für die Mädchen, Aufregung für uns – Tag #3
Der Telekom Day fand in der Konzernzentrale statt. 21 Workshops wurden von Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Segmenten vorbereitet. Begrüßt wurden die Teilnehmenden von Janine Rensmann und Abdu Mudesir.
Abdu betonte:
„Künstliche Intelligenz bietet enorme Chancen für die Menschheit. Ihr habt jetzt die einmalige Gelegenheit, diese Ära mitzugestalten. Es liegt an euch, die Welt zu verändern – gerne auch bei uns in der Deutschen Telekom. Eure Perspektiven sind wertvoll.“
In einer Diskussionsrunde mit 15 Mädchen ging es um das Thema „Tech Company of Your Dreams“. Die Teilnehmenden machten deutlich:
„Unternehmen sollten die Bedürfnisse von Frauen kennen – und sie ernst nehmen. Es braucht gezielte Angebote, damit wir uns wirklich repräsentiert und verstanden fühlen.“
Auch beim Thema generative KI suchte Abdu den Dialog. Einige Teilnehmerinnen äußerten Sorgen – Abdu zeigte Verständnis:
„Ich kann eure Bedenken gut nachvollziehen – und unterstütze den Aufbau gemeinsamer Leitplanken im Umgang mit KI. Gleichzeitig sehe ich, wie sehr die Menschheit schon heute von KI profitiert – zum Beispiel bei der Bekämpfung schwerer Krankheiten.“
Begeistert waren die Mädchen auch von der Tour „Behind the Scenes of Telekom Bonn“ durch die Konzernzentrale. Da waren die Algorithmen kurz vergessen und die Freude an Basketball, Klettern und Kunst rückte in den Vordergrund.
Die letzte Runde – Tag #4
8:30 Uhr: Die Busse rollen an, die Mädchen nehmen ihre Plätze ein. Janine Rensmann begrüßte alle persönlich und wünschte ihnen Glück:
„Besonders berührend war es zu sehen, wie viele Nationen sich in einem Raum versammeln – vereint durch eine gemeinsame Leidenschaft für Technologie. Ganz im Sinne unseres Telekom-Slogans: Connecting your world!“
Wieder verschloss sich die Tür für fünf Stunden. Absolute Konzentration für vier weitere Aufgaben.
Der emotionale Abschluss – die Closing Ceremony – Tag #5
Die Abschlussfeier bildete den Höhepunkt: Abdu Mudesir sprach über die rasante Entwicklung von KI – und darüber, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen. Besonders beeindruckt zeigten sich alle von den klugen, kritischen Fragen der Teilnehmenden:
„Eure Stimme zählt. Eure Perspektive macht einen Unterschied. Nutzt euer Talent, eure Ideen und euren Mut – nicht irgendwann, sondern jetzt. Denn ihr gestaltet nicht nur eure Zukunft, sondern die von uns allen.“
Seine Abschlussworte:
„Technology is colorful, and you define the colors of tomorrow.“
Das Feedback der Mädchen bei der Farewell-Party waren ein Kompliment für alle Helfenden und Workshop-Leitenden – und für die Telekom:
„Wir haben uns ernstgenommen gefühlt.“
„Ihr habt euch auf uns vorbereitet und seid uns auf Augenhöhe begegnet.“
„Wir haben uns bei der Telekom wohlgefühlt.“
Was sie wirklich wollen und was sie miteinander verbindet ist:
„Wir wollen programmieren, um Probleme zu lösen.“
P.S.: Gesamtgewinnerin der EGOI 2025 wurde Paulina Zeleznik aus Polen mit 669 Punkten. Den zweiten Platz belegte Anastasia Sarannchina aus Schweden mit 626 Punkten, den dritten Platz holte sich Clara Fontes aus Brasilien mit 596 Punkten.